Stundensatzrechner Handwerk – Berechne deinen realistischen Stundenverrechnungssatz
Mit diesem kostenlosen Stundensatzrechner fürs Handwerk ermittelst du in wenigen Minuten deinen realistischen Stundenverrechnungssatz. Berücksichtigt werden Lohnkosten, Gemeinkosten, produktive Stunden und dein gewünschter Gewinn – speziell abgestimmt auf Handwerksbetriebe und Solo-Selbstständige.
Stundensatz netto
0,00 €
Stundensatz brutto
0,00 €
Bei 1.288 produktiven Stunden/Jahr und 0,00 € zu deckenden Kosten.
In Angebotsrechner übernehmen →| Gewünschtes Netto-Einkommen | 0,00 € |
| Jährliche Fixkosten | 0,00 € |
| Variable Kosten (gesamt) | 0,00 € |
| Summe zu deckende Kosten | 0,00 € |
| Basis-Stundensatz | 0,00 €/Std |
| Gewinnaufschlag | 0,00 €/Std |
| Stundensatz netto | 0,00 €/Std |
| Stundensatz brutto | 0,00 €/Std |
- 0,00 €
- Monatsumsatz (nötig)
- 0 %
- Fixkosten-Anteil
- 0,00 €
- Kosten je Stunde
Was, wenn sich die Produktivität ändert?
| Szenario | Std/Woche | Netto |
|---|---|---|
| −15 % Produktivität | 23,8 | 0,00 € |
| Aktuelle Annahme | 28 | 0,00 € |
| +10 % Produktivität | 30,8 | 0,00 € |
So funktioniert der Stundensatzrechner
Der Stundensatzrechner arbeitet mit deinen eigenen Zahlen. Du gibst dein gewünschtes Netto-Jahreseinkommen, deine jährlichen Fixkosten, deine variablen Kosten pro Stunde sowie deine realistisch abrechenbaren Stunden ein. Daraus ermittelt der Rechner, wie viel Umsatz du pro produktiver Stunde erwirtschaften musst.
Die Logik dahinter ist einfach: Zuerst werden deine produktiven Stunden pro Jahr berechnet (Arbeitswochen × produktive Stunden pro Woche). Anschließend werden alle zu deckenden Jahreskosten – Einkommen, Fixkosten und variable Kosten – durch diese Stunden geteilt. Auf den so entstehenden Basis-Stundensatz kommt zum Schluss dein Gewinnaufschlag und optional die Mehrwertsteuer. Das Ergebnis ist dein Stundenverrechnungssatz netto und brutto.
Warum ein realistischer Stundensatz im Handwerk so wichtig ist
Viele Handwerker orientieren sich beim Preis am Wettbewerb oder am Bauchgefühl – und verwechseln dabei ihren Stundenlohn mit dem Stundenverrechnungssatz. Der Stundenlohn ist nur das, was auf der Gehaltsabrechnung steht. Der Verrechnungssatz dagegen muss zusätzlich alle Nebenkosten, Gemeinkosten, deinen Unternehmerlohn und einen Gewinn abdecken.
Der häufigste Kalkulationsfehler ist, die produktiven Stunden zu hoch und die Kosten zu niedrig anzusetzen. Wer seinen Stundensatz zu niedrig kalkuliert, arbeitet oft unbemerkt unter seinen Kosten: Am Jahresende bleibt trotz voller Auftragsbücher zu wenig übrig, Rücklagen fehlen und größere Investitionen oder Ausfallzeiten bringen den Betrieb in Schwierigkeiten. Ein sauber berechneter Satz schützt dich davor.
Diese Kosten solltest du einrechnen
Damit dein Stundensatz kostendeckend ist, gehören alle betrieblichen Kosten in die Kalkulation – nicht nur der Lohn:
- Direkte Lohnkosten: der reine Stundenlohn für die geleistete Arbeit.
- Lohnnebenkosten: Sozialversicherung, Urlaubs- und Krankheitstage, Feiertage – Zeiten, in denen kein Umsatz entsteht.
- Betriebliche Gemeinkosten: Fahrzeug, Werkstatt bzw. Lager, Versicherungen, Telefon, Software, Steuerberater, Werbung und Weiterbildung.
- Kalkulatorischer Unternehmerlohn: das Einkommen, das du selbst zum Leben brauchst – als Solo-Selbstständiger dein wichtigster Posten.
- Gewinn- und Risikozuschlag: ein Puffer für Rücklagen, Wachstum und unvorhergesehene Ausfälle.
Beispielrechnung für Handwerker
Nehmen wir einen Solo-Selbstständigen – zum Beispiel einen Maler oder Elektriker ohne Angestellte – mit folgenden Annahmen:
- • Gewünschtes Netto-Jahreseinkommen: 45.000 €
- • Arbeitswochen pro Jahr: 46
- • Produktive Stunden pro Woche: 28
- • Jährliche Fixkosten: 18.000 €
- • Variable Kosten pro Stunde: 3 €
- • Gewinnaufschlag: 10 % · MwSt.: 19 %
Daraus ergeben sich 46 × 28 = 1.288 produktive Stunden pro Jahr. Die zu deckenden Kosten betragen 45.000 € Einkommen + 18.000 € Fixkosten + 3.864 € variable Kosten = 66.864 €. Geteilt durch 1.288 Stunden ergibt das einen Basis-Stundensatz von 51,91 €. Mit 10 % Gewinnaufschlag landest du bei 57,10 € netto und inklusive 19 % MwSt. bei 67,95 € brutto pro Stunde.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Stundensatz und Stundenverrechnungssatz?
Der Stundenlohn ist das, was ein Mitarbeiter brutto pro Stunde verdient. Der Stundenverrechnungssatz (oft kurz „Stundensatz“ genannt) ist dagegen der Preis, den du dem Kunden pro Arbeitsstunde in Rechnung stellst. Er enthält nicht nur den Lohn, sondern auch alle Lohnnebenkosten, deine betrieblichen Gemeinkosten, deinen Unternehmerlohn und einen Gewinnaufschlag. Deshalb liegt der Verrechnungssatz immer deutlich über dem reinen Stundenlohn.
Wie viele produktive Stunden kann ich realistisch ansetzen?
Produktive Stunden sind nur die Stunden, die du dem Kunden tatsächlich berechnen kannst – nicht deine gesamte Anwesenheitszeit. Fahrten, Angebote, Büroarbeit, Materialbeschaffung und Leerlauf zählen nicht dazu. Im Handwerk liegt der realistische Produktivitätsgrad meist zwischen 60 und 75 %. Bei einer 40-Stunden-Woche sind das oft nur rund 28 abrechenbare Stunden. Wer zu optimistisch rechnet, setzt seinen Stundensatz automatisch zu niedrig an.
Soll ich die Mehrwertsteuer mit einrechnen?
Kalkuliere deinen Stundensatz immer netto, also ohne Mehrwertsteuer. Die MwSt. (in der Regel 19 %) kommt erst am Ende auf den Nettopreis obendrauf und ist ein durchlaufender Posten, den du ans Finanzamt weiterreichst. Nur wenn du die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzt, weist du keine MwSt. aus – dann entspricht dein Bruttopreis dem Nettopreis. Der Rechner zeigt dir beides an.
Gibt es durchschnittliche Stundensätze nach Gewerk?
Pauschale Durchschnittswerte sind mit Vorsicht zu genießen: Der notwendige Stundensatz hängt stark von deinen individuellen Fixkosten, deiner Produktivität und deinem Einkommensziel ab und unterscheidet sich zwischen Malern, Elektrikern, Fliesenlegern oder SHK deutlich. Statt dich an einem fremden Richtwert zu orientieren, solltest du deinen eigenen Satz aus deinen echten Zahlen berechnen – genau dafür ist dieser Rechner gedacht. Gewerkespezifische Orientierungswerte folgen in eigenen Ratgeber-Beiträgen.
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Dieser Rechner ist eine Orientierungshilfe und ersetzt keine Steuer- oder Betriebsberatung. Marktpreise, Wettbewerb und Auftragslage müssen zusätzlich berücksichtigt werden.