Kalkulationsrechner Handwerk – Aufträge richtig und kostendeckend kalkulieren
Mit diesem kostenlosen Kalkulationsrechner fürs Handwerk erstellst du fundierte Preis- und Auftragskalkulationen. Du berücksichtigst Stundensätze, Materialkosten, Gemeinkosten und deinen gewünschten Gewinn – speziell entwickelt für Handwerksbetriebe und Solo-Selbstständige.
Stundensatz netto
3,36 €
Stundensatz brutto
4,00 €
Bei 1.288 produktiven Stunden/Jahr und 3.864,00 € Gesamtkosten.
In Angebotsrechner übernehmen →Kostenstruktur (pro Jahr)
| Position | € / Jahr | Anteil |
|---|---|---|
| Fixkosten | 0,00 € | 0 % |
| Lohnkosten Mitarbeiter | 0,00 € | 0 % |
| Inhaber-Einkommen | 0,00 € | 0 % |
| Variable Kosten | 3.864,00 € | 100 % |
| Gesamtkosten | 3.864,00 € | 100 % |
- 4.327,68 €
- Jahresumsatz (nötig)
- 360,64 €
- Monatsumsatz (nötig)
- 3,00 €
- Kosten je Stunde
Was, wenn sich die produktiven Stunden ändern?
| Szenario | Std/Woche | Netto |
|---|---|---|
| −10 % Stunden | 25,2 | 3,36 € |
| Aktuelle Annahme | 28 | 3,36 € |
| +10 % Stunden | 30,8 | 3,36 € |
Material & Beispiel-Angebot
- Material-Verkaufspreis (+20 %)
- 0,00 €
- Beispiel-Angebotspreis (netto)
- 0,00 €
So funktioniert der Kalkulationsrechner
Der Kalkulationsrechner verschafft dir den Gesamtüberblick über deine Betriebskalkulation. Du erfasst deine Kapazität (Anzahl produktiver Mitarbeiter, produktive Stunden pro Woche, Arbeitswochen), dein gewünschtes Inhaber-Einkommen, eventuelle Lohnkosten sowie deine jährlichen Fixkosten – aufgeschlüsselt nach Raumkosten, Fahrzeug, Versicherungen, Büro und Sonstigem.
Aus diesen Angaben berechnet der Rechner zunächst deine produktiven Stunden pro Jahr und deine gesamten Jahreskosten. Teilt man die Kosten durch die Stunden, ergibt sich dein Basis-Stundensatz. Mit deinem Gewinnaufschlag und der Mehrwertsteuer erhältst du daraus den Stundensatz netto und brutto. Zusätzlich siehst du deine Kostenstruktur mit den prozentualen Anteilen und kannst über den Materialzuschlag ein Beispiel-Angebot ableiten.
Warum eine saubere Kalkulation im Handwerk so wichtig ist
Man unterscheidet zwei Ebenen: Die Kostenkalkulation ermittelt, was dein Betrieb insgesamt kostet und welchen Stundensatz du dafür brauchst. Die Angebotskalkulation nutzt diesen Satz anschließend, um einen konkreten Auftrag zu bepreisen. Ohne eine solide Kostenkalkulation im Rücken ist jedes Angebot nur geraten.
Typische Kalkulationsfehler sind unvollständig erfasste Gemeinkosten, zu optimistisch angesetzte produktive Stunden und ein vergessener Unternehmerlohn. Die Folge ist immer dieselbe: Der Stundensatz fällt zu niedrig aus, und der Gewinn schmilzt – oft, ohne dass es im Alltag auffällt. Eine vollständige Kalkulation deckt diese Lücken auf, bevor sie dich Geld kosten.
Diese Kosten musst du in der Kalkulation berücksichtigen
- Direkte Lohnkosten / Stundenverrechnungssatz: die Arbeitszeit, bewertet mit einem kostendeckenden Verrechnungssatz.
- Material- und Hilfsstoffkosten: verbautes Material sowie Kleinmaterial und Verbrauchsstoffe, idealerweise mit Zuschlag.
- Betriebs- und Gemeinkosten: Fahrzeug, Werkstatt bzw. Lager, Versicherungen, Büro, Software, Steuerberater, Werbung.
- Fahrt- und Rüstzeiten: An- und Abfahrt sowie Vor- und Nacharbeiten, die nicht direkt am Kunden anfallen.
- Wagnis und Gewinn: ein Zuschlag für Risiko, Rücklagen und Wachstum – dein eigentlicher Unternehmensgewinn.
Beispielkalkulation aus dem Handwerk
Nehmen wir einen Solo-Betrieb – etwa im Maler- oder Elektrogewerk – mit folgenden Annahmen:
- • Produktive Mitarbeiter: 1 · produktive Stunden/Woche: 28
- • Arbeitswochen pro Jahr: 46
- • Gewünschtes Inhaber-Einkommen: 45.000 €
- • Jährliche Fixkosten: 18.000 € · variable Kosten: 3 €/Std
- • Gewinnaufschlag: 12 % · MwSt.: 19 %
Das ergibt 1 × 28 × 46 = 1.288 produktive Stunden pro Jahr. Die Gesamtkosten betragen 45.000 € Einkommen + 18.000 € Fixkosten + 3.864 € variable Kosten = 66.864 €. Geteilt durch 1.288 Stunden ergibt sich ein Basis-Stundensatz von 51,91 €. Mit 12 % Gewinn landest du bei 58,14 € netto und inklusive 19 % MwSt. bei 69,19 € brutto pro Stunde.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Selbstkosten und Angebotspreis?
Die Selbstkosten sind alle Kosten, die dich ein Auftrag tatsächlich kostet – Löhne, Material, anteilige Gemeinkosten und unproduktive Zeiten. Der Angebotspreis ist das, was du dem Kunden berechnest: Selbstkosten plus Gewinn- und Wagniszuschlag. Wer nur die Selbstkosten in Rechnung stellt, arbeitet ohne Gewinn. Der Kalkulationsrechner macht diesen Unterschied sichtbar, indem er zuerst deine Kostenbasis ermittelt und darauf den Gewinn aufschlägt.
Wie hoch sollte der Gemeinkostenzuschlag sein?
Der Gemeinkostenzuschlag deckt alle Kosten ab, die keinem einzelnen Auftrag direkt zuzuordnen sind – Fahrzeug, Werkstatt, Versicherungen, Büro, Software oder Steuerberater. Wie hoch er ausfällt, hängt von deinen tatsächlichen Fixkosten und deinen produktiven Stunden ab und lässt sich nicht pauschal festlegen. Genau dafür ist dieser Rechner gedacht: Er verteilt deine erfassten Gemeinkosten automatisch auf deine produktiven Stunden, statt mit einem geratenen Prozentsatz zu arbeiten.
Wie kalkuliere ich unproduktive Zeiten?
Unproduktive Zeiten – Fahrten, Angebote, Büroarbeit, Materialbeschaffung, Urlaub und Krankheit – kannst du dem Kunden nicht direkt berechnen, sie kosten dich aber Zeit. Der richtige Weg ist, nur mit deinen produktiven (abrechenbaren) Stunden zu kalkulieren. Dadurch verteilen sich alle Kosten auf weniger Stunden und dein Stundensatz steigt entsprechend. Im Handwerk sind realistisch oft nur 60–75 % der Anwesenheitszeit produktiv – im Rechner trägst du genau diese produktiven Stunden pro Woche ein.
Kann ich die Kalkulation speichern oder als PDF exportieren?
Aktuell kannst du deine Kalkulation über die Druckfunktion deines Browsers als PDF speichern (Strg+P bzw. Cmd+P → „Als PDF speichern“). Ein dedizierter PDF-Export ist in Planung.
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Weitere Ratgeber
Dieser Rechner ist eine betriebswirtschaftliche Orientierung und ersetzt keine Steuer- oder Betriebsberatung. Erfasse deine Fixkosten möglichst vollständig, sonst fällt der Stundensatz zu niedrig aus.