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Stundensatz Handwerk 2026 – Aktuelle Preise im Überblick

Der Stundensatz im Handwerk liegt 2026 je nach Gewerk meist zwischen 45 und 100 € netto – für viele Betriebe ist eine Spanne von 60–85 € netto realistisch. Ein Geselle wird dabei niedriger angesetzt als ein Meister.

Alle Werte sind Orientierungswerte: Der tatsächliche Satz hängt von Gewerk, Region, Betriebsgröße und Auslastung ab. Unten findest du die aktuelle Übersicht nach Gewerk, die regionalen Unterschiede – und den Weg zu deinem eigenen, kostendeckenden Satz.

Statt Durchschnittswerten lieber deinen eigenen Satz kennen?

Stundensatzrechner für Handwerker

Stundensätze 2026 nach Gewerk (Übersichtstabelle)

Die folgende Tabelle zeigt typische Netto-Stundenverrechnungssätze für 2026 – aufgeschlüsselt nach Geselle und Meister.

GewerkTypische Spanne
Maler & Lackierer45–70 €
Fliesenleger50–75 €
Trockenbauer50–78 €
Tischler / Schreiner55–85 €
Maurer55–85 €
Elektriker60–95 €
SHK (Sanitär, Heizung, Klima)65–100 €
Dachdecker65–100 €
Zimmerer60–95 €
  • • Alle Werte sind Netto-Stundenverrechnungssätze (ohne MwSt.).
  • • Orientierungswerte für 2026 auf Basis aktueller Branchenübersichten – keine verbindliche Preisauskunft.
  • • In Großstädten und Süddeutschland liegen die Sätze oft 15–30 % höher, in Ostdeutschland eher niedriger.
  • • Die tatsächlichen Sätze hängen stark von Betriebsgröße, Spezialisierung, Auslastung und Region ab.

Regionale Unterschiede 2026

Wo ein Betrieb sitzt, macht beim Stundensatz einen großen Unterschied. Grob gilt:

  • West vs. Ost: In Westdeutschland liegen die Sätze meist spürbar über denen in Ostdeutschland.
  • Großstadt vs. Land: In München, Hamburg, Stuttgart oder Frankfurt sind die Preise deutlich höher als im ländlichen Raum – wegen höherer Lebenshaltungskosten und Nachfrage.
  • Typische Spanne: Die Unterschiede liegen häufig bei 15–30 % zwischen teuren und günstigen Regionen.

Warum sind die Stundensätze 2026 gestiegen?

Gegenüber den Vorjahren sind die Sätze 2026 spürbar gestiegen. Die wichtigsten Treiber:

  • Höherer Mindestlohn: steigende gesetzliche Lohnuntergrenze zieht das gesamte Lohngefüge nach oben.
  • Höhere Lohnnebenkosten: gestiegene Sozialabgaben und Beiträge verteuern jede Arbeitsstunde.
  • Fahrzeug-, Energie- und Materialkosten: Sprit, Strom und Baustoffe sind teurer geworden und fließen in die Gemeinkosten ein.
  • Fachkräftemangel: knappe, gut ausgebildete Handwerker können höhere Sätze durchsetzen.

Was steckt hinter dem Stundensatz?

Der Stundensatz ist nicht der Lohn des Handwerkers: Nur rund 25–35 % sind reiner Bruttolohn. Der Rest deckt Lohnnebenkosten, Fahrzeug, Werkzeug, Werkstatt, Versicherungen, Büro, unproduktive Zeiten sowie Risiko und Gewinn ab. Eine ausführliche Aufschlüsselung findest du im Artikel Was kostet eine Handwerkerstunde?

So findest du deinen eigenen realistischen Stundensatz

Durchschnittswerte helfen nur zur Orientierung. Deinen individuellen, kostendeckenden Satz berechnest du am besten selbst – aus deinem Einkommensziel, deinen Fixkosten und deinen produktiven Stunden. Wie das Schritt für Schritt geht, zeigt der Ratgeber Wie berechne ich meinen Stundensatz?

Berechne jetzt deinen individuellen Stundensatz für 2026:

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Häufige Fragen (FAQ)

Was ist ein realistischer Stundensatz im Handwerk 2026?

2026 liegt der Stundenverrechnungssatz im Handwerk je nach Gewerk meist zwischen 45 und 100 € netto. Für viele Betriebe ist eine Spanne von 60–85 € netto realistisch. Ein Geselle wird niedriger angesetzt als ein Meister, und in Süddeutschland sowie in Großstädten liegen die Sätze höher als auf dem Land oder in Ostdeutschland. Es handelt sich um Orientierungswerte – dein individueller Satz hängt von deinen Kosten ab.

Wie stark unterscheiden sich die Preise regional?

Die regionalen Unterschiede sind erheblich: In Bayern, Baden-Württemberg und in Großstädten wie München, Hamburg, Stuttgart oder Frankfurt liegen die Stundensätze oft 15–30 % über dem Bundesdurchschnitt. In strukturschwächeren Regionen und in Ostdeutschland sind sie tendenziell niedriger. Ausschlaggebend sind Nachfrage, Lebenshaltungskosten und die örtliche Konkurrenz.

Sollte ich mich nur an Durchschnittswerten orientieren?

Nein. Durchschnitts- und Orientierungswerte helfen nur für eine erste Einordnung. Dein tatsächlicher Stundensatz muss deine eigenen Fixkosten, dein Einkommensziel und deine realistisch abrechenbaren Stunden abdecken. Wer sich nur am Markt orientiert, kalkuliert schnell zu niedrig. Am besten berechnest du deinen Satz mit dem kostenlosen Stundensatzrechner selbst.

Wie oft sollte man den Stundensatz anpassen?

Mindestens einmal pro Jahr – und immer dann, wenn sich deine Kosten spürbar ändern, etwa durch höhere Löhne, gestiegene Material-, Energie- oder Fahrzeugkosten. Gerade 2026 sind viele Sätze wegen Mindestlohn-, Tarif- und Sozialkostensteigerungen gestiegen; wer seinen Satz nicht mitzieht, verliert real an Gewinn.

Fazit

2026 liegen die Stundensätze im Handwerk je nach Gewerk und Region grob zwischen 45 und 100 € netto. Diese Werte sind aber nur ein Anhaltspunkt – entscheidend ist dein eigener, kostendeckender Satz. Ermittle ihn mit dem Stundensatzrechner Handwerk. Für konkrete Aufträge helfen dir danach der Angebotsrechner und der Kalkulationsrechner.

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